Sybill: Begegnung

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Sybill: BegegnungDie Zeiten, in denen das fahrende Volk sich auf sichere, friedvolle und ehrwürdige Art und Weise ihren Lebensunterhalt verdingen konnten, war wohl endgültig vorbei. Falls es diese Zeit jemals gab; leider konnte mir niemand aus unserer Gruppe jemals eine zufriedenstellende Antwort auf meine neugierigen Fragen geben. Möglicherweise lag das daran, dass niemand von ihnen von Kindesbeinen an zum fahrenden Volk gehörte. Meistens haben fiese Schicksalsschläge sie dazu gezwungen, sich der üblichen Gesellschaft zu entziehen und ihr Leben als rechtschaffene Mitbürger aufzugeben. Mit der Zeit vergrößerte und verkleinerte sich unsere Gruppe. Freunde kamen und gingen. Bei jedem Halt in neuen Städten konnte es immer sein, dass wir des Stadtlebens überdrüssige Seelen dazu gewannen oder eben verloren. Im Moment reise ich mit drei Mitreisenden.Da wäre zum einen Herfold. Herfold war ein großer, kräftiger und bärenstarker Mann, deren grobes Erscheinungsbild zu seinem früheren Beruf passte, wie die Faust aufs Auge: bevor er zu uns kam, war er Scharfrichter. Dass Scharfrichter so unbeliebt sind, stellt für mich immer noch ein Rätsel dar. Schließlich sind sie die Einzigen, die den blutrünstigen Willen unserer Gesellschaft durchsetzen und die Leben von Mördern, Vergewaltigern und Dieben zu beenden. Die Folter und anschließende Todesstrafe sind das, was das Volk begehrt; trotzdem werden Scharfrichter von ihr verachtet und ausgegrenzt? Für mich passt das nicht zusammen. Manchmal erzählt mir Herfold, was ihm als Scharfrichter widerfuhr. Er wohnte im elendsten, dreckigsten Viertel außerhalb der Stadtmauern. Wenn er nicht gerade jemanden umbrachte oder Schmerzen zufügte, beschäftigte er sich mit der Instandhaltung seiner Instrumente. Verschlug es ihn doch einmal in eine Schenke, hielten sich die anderen Gäste von ihm fern. Auch die Schankmaid bediente ihn, wenn überhaupt, nur mit dem billigsten Gesöff, den der Laden zu bieten hatte. Als Trinkgefäß bekam er zumeist einen Krug mit einer dicken Metallkette, denn Scharfrichtern wurde vorgeworfen, sie würden Diebstahl begehen. Herfold erzählte auch von seiner Frau, die häufig das Bett anderer Männer wärmte. Herfold konnte nichts dagegen tun, denn Scharfrichter waren rechtlos. Ihnen stand es nicht zu, für ihr Recht einzustehen. Als wir damals in seiner Stadt hielten, schloss er sich uns an und ließ seine Frau alleine.“Zum Teufel mit dieser Frau”, war das letzte, was er murmelte, als wir die Stadtgrenzen überquerten. Seitdem er bei uns ist, verdient er sein Geld mit dem Erzählen grausiger Geschichten, dem Aufführen von Kunststücken und anderen Dingen, die ihm so einfielen.Dann gab es da noch Diona, die Kräuterhexe unserer Gruppe. Sie entstammte einer Familie von Kräuterkundigen, die Diona so viel über die Heilkräfte der Natur lehrten, dass es beinahe kein Gebrechen gab, welches sie nicht behandeln konnte. Sie lebte mit ihrer Mutter in einem Wald, wo sie ihre Medizin herstellten, sowie Zutaten sammelten und anbauten. Die Städter bezichtigten sie der Hexerei und Dämonenbeschwörung. Sobald jedoch jemand an einer Krankheit erkrankte, wurden die beiden Kräuterdamen um Rat gebeten. Als ihre Mutter starb, verließ Diona die Hütte und schloss sich uns an. Die Launen der Städter sind wechselhaft. Geht es ihnen gut, werden sie unberechenbar und grausam. Dionas Angst, irgendwann auf dem Scheiterhaufen zu landen, war zu groß, als dass sie in ihrer Waldhütte alleine und schutzlos wohnen wollte. Schon so manches Mal zeigte sich Diona als sehr wertvolles Mitglied unserer Truppe; mit nur wenigen Zutaten konnte sie die meisten unserer Gebrechen lindern. Und gegen Geld heilte sie natürlich auch die Leiden anderer Menschen.Der dritte und, abgesehen von mir, letzte im Bunde hieß Fenchor. Fenchors charismatische und fürsorgliche Art täuschte über seine wahre Berufung hinweg. Er verdiente sein Geld als Söldner und war in Zeiten des Friedens auf Auftragsmorde angewiesen. Seine Lieblingswaffe war ein Dolch, dem er einem seiner gefährlichsten Opfer abgenommen hatte. Zeitweise beschäftigte er sich stundenlang mit dem Polieren dieses Dolches und hatte dabei einen verträumten Ausdruck auf den Augen. Als er zu uns stieß, war er auf der Flucht vor dem Gesetz. Ich vermute, einer seiner Morde lief schief und er wurde entdeckt. Erzählt hat er bisher jedenfalls nichts über den Grund seiner Flucht und niemand von uns möchte ihn dazu drängen.Mein Name ist Sybill. Ich entstamme einer Händlerfamilie, die sich ihr Brot durch den Handel seltener und kostbarer Waren verdingte. Wir handelten mit allem, was die gehobene Gesellschaft begehrte und bereit war, horrende Summen zu bezahlen. Egal ob Gewürze, Tuch, Schmuck, seltene Bücher – wir konnten alles besorgen. Der menschlichen Natur entsprechend, zog der Erfolg und Wohlstand meiner Eltern und mir, die Missgunst weniger glücklicher Geschäftsleute auf sich. Eines Nachts rotteten diese Neider sich zusammen und brachen in unser Lagerhaus ein. Die Taschen vollgestopft mit unseren Waren, zündeten sie das Gebäude an, sodass wir nicht einmal die Chance hatten, von ihren zurückgelassenen Dingen ein neues Geschäft aufzubauen. Dies war der Beginn unserer Reise.Als Familie reisten wir nur einen Bruchteil meiner Zeit als Wanderin. Meine Eltern verließen mich schon vor vielen Jahren, aber das ist eine andere Geschichte. Was mich betrifft: ich verdingte mich als fahrende Händlerin, die von Ort zu Ort zog, um die Menschen dort mit Bedarfsmaterialien zu versorgen. Seit meine Eltern mich verließen, versuche ich nicht alleine zu reisen. Mitreisende bieten Gesellschaft und Schutz; für eine Frau ist es praktisch Selbstmord längere Zeit alleine zu wandern. Und so kann ich mich getrost als Gründerin unserer heutigen Reisegruppe bezeichnen; ich habe sie gefunden und sie haben sich um mich gescharrt.Wir waren also zu viert unterwegs, immer von Ort zu Ort, beinahe egal, wie groß oder klein dieser war. Es gab immer und überall etwas für einen von uns zu holen oder zu tun. Ein genaues Ziel hatten wir dabei selten. Häufig kannten wir nicht einmal die Namen der Orte, in denen wir uns aufhielten.Doch heute lief es anders als gewohnt. Angefangen hatte alles mit Fenchor vor einigen Tagen. Wir hatten unser Lager vor den Stadtmauern einer riesigen Stadt aufgeschlagen. Wir hofften, auf dem großen Markt, der am nächsten Morgen öffnen sollte, Proviant für die Weiterreise klauen oder kaufen zu können; was auch immer sich uns anbot. Für solche Vorhaben sucht man sich lieber möglichst große und trubelreiche Märkte aus, da das Risiko beim Diebstahl erwischt zu werden viel geringer ist. Dafür ist in Städten die Strafe auf Diebstahl zumeist höher. Wir kamen erst abends an. Es war schon dunkel und wir saßen gemeinsam am Lagerfeuer und Diona erzählte uns von einigen Heilpflanzen, die sie in der Nähe entdeckt hatte, sowie deren Anwendungen. Fenchor war, wie so häufig, mit der Pflege seines Dolches beschäftigt. Ich konnte seinem angespannten Gesichtsausdruck ansehen, dass er nervös war.Gerade erzählte uns Diona von einer wundersamen Pflanze, die wegen ihrer Seltenheit begehrt und wegen ihrer Fähigkeit, sich selbst zu entzünden gleichzeitig gefürchtet war. Die Pflanze hieß Aschwurz, wenn ich mich recht entsinne.Plötzlich erhob sich Fenchor auf seinem Schneidersitz und erklärte kurz angebunden: ”Bin gleich wieder da.”Wir nickten nur und vertieften uns wieder in Dionas Lehrstunde. Dass Fenchor uns für ein paar Stunden verließ, ohne dass er erklärte illegal bahis wieso, kam häufig vor. Meistens traf er sich mit einem Kunden und nahm einen Auftrag an. Es war besser für uns alle, uns aus diesen Angelegenheiten herauszuhalten. Solange er nicht einen von uns ermorden sollte, war es uns auch ziemlich egal, womit er sich sein Geld verdiente.Es dauerte ungefähr zwei Stunden, dann tauchte Fenchor wieder im Schein des Lagerfeuers aus und setzte sich wortlos. Mir fiel auf, dass er mir immer wieder Seitenblicke zuwarf, wenn er meinte, ich würde es nicht bemerken.Als wir alle schlafen gehen wollten, nahm er mich zur Seite und sagte: ”Du musst mir bei einem meiner Aufträge helfen.”Verdutzt schaute ich ihn an. Bisher hatte er noch niemanden von uns gebeten, ihm bei der Ausübung seiner Pflichten zu unterstützen.“Worum geht es?”, fragte ich.“Ich habe mich gerade mit einem alten Freund von mir getroffen. Er braucht dringend unsere Hilfe. In der Nähe wohnt ein Bauer, der möglicherweise im Besitz eines sehr wertvollen Gegenstandes ist. Er braucht diesen Gegenstand dringend.”“Und wozu brauchst du dabei meine Hilfe?”, fragte ich ihn.“Wie gesagt, er besitzt ihn nur möglicherweise. Ich muss ganz sicher sein. Und dabei kommst du ins Spiel. Bezirze ihn, bis er dich in sein Haus lässt – dann finde heraus wo er den Gegenstand versteckt. Vielleicht hat er ihn auch ganz offen irgendwo stehen. Egal, wie du es anstellst, Hauptsache ist, wir bekommen das Objekt irgendwie in unsere Hände.”Der Gedanke, Fenchor bei einer Straftat zu helfen, war mir nicht geheuer. Wir waren zwar allesamt Geächtete, eine gewisse Moral pflegte ich jedoch trotzdem einzuhalten. Außerdem – bestätigten wir die schlechte Meinung über uns nicht auch noch, wenn wir uns der Unmoral hingeben, um uns bereichern zu können?Obwohl ich eher dazu neigte, Fenchor nicht zu helfen, fragte ich ihn: ”Um was für einen Gegenstand handelt es sich denn?”Fenchors setzte einen mysteriösen Blick auf und erzählte: ”Die Leute glauben, dieses Land sei verflucht. Seit vielen Monaten regnet es kaum noch. Das Getreide, Früchte und Gemüse verdorren. Das Land droht bald einer Hungersnot zu erliegen, wenn es nicht bald regnet. Die Leute in dieser Gegend glauben, dass ein uraltes Fruchtbarkeitsritual ihre letzte Chance sei, den Fluch zu brechen. Dafür wird eine Puppe mit Schmuck und allerlei Kostbarkeiten geschmückt und dann zeremoniell beerdigt. Das Grab wird 40 Tage lang bewacht und vor Tieren, Dieben und bösen Geistern beschützt. Besagte Puppe trägt eine besondere Bienenwachskerze in den Händen. Diese Kerze suchen wir.”Gebannt höre ich Fenchor zu. Fenchors Geschichte lässt mir eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Wegen der langen Trockenheit befand sich das Land tatsächlich in einer schlimmen Lage.Ich war den Menschen hier nichts schuldig. Sie hatten mich getreten, vertrieben und als Hure beschimpft. Doch dem Hungertod überlassen konnte ich sie nicht; mein Herz ließ diese Grausamkeit nicht zu. Also beschloss ich, Fenchor zu helfen und diese Kerze zu besorgen. Doch nicht bevor einige letzte Fragen geklärt waren.“Fenchor, wieso gehst du nicht einfach selbst zu dem Mann, der möglicherweise die Kerze besitzt, und stiehlst sie ihm. Wenn du Angst hast, erwischt zu werden, kannst du den Kerl doch einfach mit deinem Messer überraschen und ihm hinterrücks die Kehle durchschneiden. Skrupel hast du sonst doch auch nicht. Wieso muss ich deine Zeit verschwenden, um ihn auszuhorchen?”Fenchors Lippen verschmolzen zu einem schmalen Strich. Seine Mimik zeigte mir, dass ihm die Umstände nicht gefielen und er mich nicht in die Angelegenheit hineingezogen hätte, wäre er nicht auf mich angewiesen.“Schau dich um Sybill. Diese Gegend besteht praktisch nur aus unfruchtbarem Boden. Überall liegen Steine und Geröll herum, die es schwierig machen, Nutzpflanzen auf ihm gedeihen zu lassen. Unser Mann ist einer der wenigen Bauern, die die Plackerei auf sich nehmen und die Gegend mit Nahrung versorgen. Da wir nicht wissen, ob der Mann die Kerze tatsächlich besitzt, will mein Kontaktmann ganz sicher sein; jeder Bauer ist eine wichtige Nahrungsquelle in diesem Gebiet.”Nun waren die wichtigsten Fragen für mich geklärt. Fenchor und ich trafen uns am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang und gingen in Richtung des Hofs, wo der Bauer lebte. Den anderen aus unserer Gruppe sagten wir nur, dass wir für ein paar Tage weg wären. Diona war sowieso mit dem sammeln von Kräutern beschäftigt und Herfold konnte in der vollen Stadt gutes Geld verdienen.Fenchor kannte den Weg und schritt schnellen Schrittes voran. Ich folgte ihm und dachte darüber nach, wie ich am besten einen Kontakt zu dem Bauern aufnehmen konnte. Einfach zu ihm marschieren und ein Gespräch anzufangen würde ihn wahrscheinlich nicht dazu bringen, mich in sein Haus zu lassen. Ich überlegte, ob meine schauspielerischen Leistungen wohl ausreichend waren, um eine junge Frau in Not zu mimen und auf den Beschützerinstinkt des Bauern vertrauen. Ich zweifelte daran.Schweigend liefen Fenchor und ich über das flache Land.“Nur noch ein paar hundert Meter. Hinter der Biegung dort vorne müsste schon das Land des Bauern beginnen.”Ich nahm den Hinweis kommentarlos zur Kenntnis. Jetzt wurde es ernst. Ich hatte beschlossen, mich als wandernde junge Frau auszugeben, die für ein paar Nächte Unterkunft sucht. Das war nahe genug an der Wahrheit dran, um mich nicht gleich als Lügnerin auffliegen zu lassen. Wenn ich meinen weiblichen Charme spielen lassen würde, würde er mir schon helfen; was für eine Gefahr sollte von einer einzelnen Frau schon ausgehen.Grübelnd schritt ich hinter Fenchor her, der besagten Biegung entgegen. Plötzlich blieb Fenchor wie angewurzelt stehen.“Was …?“Pscht”, unterbrach er mich.Unruhig legte er seine Hand an den Dolch, den er immer an seiner Seite trug.Nun hörte auch ich das leise Knacken im Unterholz. Hinter einigen dichten Büschen kamen drei schmutzige Gestalten hervor. Jeder von ihnen hielt einen gespannten Bogen vor der Brust. Die Pfeilspitzen zeigten allesamt auf Fenchors Körper.“Was wollt ihr?”, fragte Fenchor ruhig und mit fester Stimme, als ob er solche Situationen schon häufiger erlebt hätte.Keiner von den Banditen antwortete ihm. Plötzlich schritt ein vierter Kerl hinter den Büschen hervor. Im Gegensatz zu den anderen, war dieser alles andere als schmutzig. Er trug teure Gewänder aus Leinen und eine Lederweste mit allerlei Verzierungen. Der Schulterschutz aus Leder verbreiterte seine Körperbreite und gab ihm ein furchteinflößendes Aussehen. Sein autoritäres Auftreten verriet ihn als Anführer der Bande.“Sag, was würdest du davon halten, wenn wir das Weibe an deiner Seite mitnehmen würden, und dich dafür laufen lassen?”, säuselte er mit dreckigem Grinsen.Fenchor blieb weiterhin ruhig.“Deine Idee gefällt mir nicht. Wie wäre es, wenn ich die Frau behalte und ihr eurer Wege geht?”, war Fenchors Gegenvorschlag.Ich sah den Banditenanführer an. Entzückt zog dieser eine Augenbraue hoch.“Habt ihr das gehört Männer? Wir haben hier einen ganz mutigen Spielkameraden gefunden. Ob es ihm gefallen würde, von unseren Pfeilen durchbohrt zu werden?”Eine schnelle Bewegung aus dem Augenwinkel ließ meinen Blick zu Fenchor schnellen. Er hatte ein schwarzes Säcklein aus seiner Tasche gezogen und warf diesen mit aller Kraft in die Mitte der Banditen. Mit ohrenbetäubendem Knallen entzündete sich eine kleine Staubwolke, die die Banditen erschrocken zur Seite springen ließ.“LAUF!”, schrie illegal bahis siteleri Fenchor mich im selben Moment an und zeigte in die Richtung, wo der Bauernhof sein musste. Mit einem Hieb schlug er einem der Banditen auf die Nase. Ich hörte, Knochen brechen. Heulend ging der Bandit zu Boden.“Ich halte sie auf”, rief er noch, doch das hörte ich kaum noch.So schnell ich konnte, lief ich um die Biegung und kam alsbald zu einem großen Tor, das wohl den Beginn des Landes vom Bauern kennzeichnete. Dort verschnaufte ich eine ganze Weile und hoffte, Fenchor würde bald nachkommen. Doch das Warten war vergebens. Besorgt überlegte ich, was nun zu tun sei.Die Entscheidung wurde mir abgenommen, als eine Männerstimme rief:”Kann ich dir helfen?”Aus meinen Gedanken herausgerissen drehte ich mich erschrocken um.Nur ein paar dutzend Meter hinter dem Tor stand ein großer Eichenbaum. Unter diesem war ein Mann, der zwei Hand voll Eicheln in der Armbeuge hielt.In meinem Hirn ratterte es. Was sollte ich ihm sagen?“Ähmm … ich wurde überfallen”, gingen die Gefühle mit mir durch. Schluchzend verbarg ich meine Tränen hinter den Händen.Besorgt kam mir der Mann entgegen.“Beruhige dich, schöne Frau”, versuchte er, mir die Angst zu nehmen.“Du bist hier sicher. Die Kriminellen trauen sich nicht zu mir, weil sie wissen, dass jeder in der Gegend sich auf die Suche nach ihnen machen würde. Wir Bauern genießen hier einen besonderen Schutz. Es gibt nicht viele von uns in dieser Gegend und die Nahrungsmittelversorgung hängt von nur wenigen ab.”“Ein Freund von mir ist in ihrer Gewalt”, schluchzte ich aufgelöst und verbarg mich in seinen starken Armen.Ich war mir plötzlich sicher, dass Fenchor es nicht geschafft hatte. Nicht einmal ein kampferprobter Söldner konnte es mit vier bewaffneten Banditen aufnehmen.Ich hörte den Bauern seufzen. Er sagte nichts, doch ich wusste, dass er Fenchor keine guten Chancen ausrechnete.Sanft fuhr er mir durch die Haare. Obwohl ich ihn überhaupt nicht kannte, fühlte ich mich in seinen Arm geborgen und sicher.“Lass uns ins Haus gehen. Ich habe getrocknetes Nervenkraut. Daraus kann ich dir eine Medizin herstellen, die dich beruhigen wird. Ich nehme es manchmal selbst, wenn ich nicht schlafen kann.”Wir gingen den Weg entlang in Richtung seines Hauses. Ab und zu drehte ich mich um, in der Hoffnung, doch noch Fenchor am Tor zu entdecken. Der Bauer versuchte mich derweil abzulenken, indem er Geschichten aus seinem Leben erzählte. Sein Name war Rowan und er führte den Hof alleine, seit sein Vater vor einigen Jahren verstarb. Besonders die Eiche entlockte ihm viele schöne Geschichten seiner Kindheit. Der prächtige Baum stand hier bereits seit Rowans Kindheit. Er erzählte mir von den Lagerfeuern, die er mit seinem Vater unter dem dichten Blätterdach entzündet hatte, wie er den Baum als Versteck nutzte, wenn er etwas angestellt hatte und wie der Baum ihm Trost spendete, als sein Vater nicht mehr unter den Lebenden weilte. Den Platz, den die Eiche in Rowans Leben einnahm, berührte mich tief in meinem Herzen. Ich fand es schön, dass ein einsamer Mann die Möglichkeit gefunden hatte, seine Einsamkeit auf diese Weise lindern konnte.Als wir in seinem Haus ankamen, setzte ich mich an den massiven Buchen-Tisch in Rowans Küche und schaute dabei zu, wie er Wasser in einem Kupferkessel erhitzte. Als das Wasser kochte, gab er es in einen Holzbecher. Das stark duftende Nervenkraut zerrieb er in einem Steinmörser und gab es in das Wasser. Ich sog den himmlischen Geruch des Nervenkrauts tief in meine Lunge ein. Es verbreitete einen Duft nach blühender Blumenwiese und dezent nach frisch gerupften Kräutern. Ein heimeliges Gefühl stellte sich bei mir ein.Als der Tee fertig war, empfahl Rowan mir ihn langsam und in kleinen Schlucken zu trinken. Das Gebräu wirkte schnell. Bald stellte sich in mir eine innere Ruhe ein. Die Wärme des prasselnden Feuers genießend, unterhielten Rowan und ich uns stundenlang. Ich kann überhaupt nicht mehr sagen, über welche Themen wir gesprochen haben – ich weiß nur noch, dass ich mich bei ihm so behütet fühlte, wie damals mit meinen Eltern; in einem richtigen Zuhause. Obwohl Rowan wissen musste, dass ich zu den geächteten Frauen dieses Landes gehören musste, behandelte er mich gut, als wäre ich eine normale Bürgerin.Und so vertrieb ich den Gedanken, ihn um seine Kerze zu bestehlen. Den Humbug, ein Ritual würde es regnen lassen können, hatte ich sowieso nicht wirklich geglaubt. Es war wohl eher ein Strohhalm, an den ich mich klammern wollte, um meiner Vergangenheit als angesehene Frau näherzukommen.Schweren Herzens erhob ich mich von meinem Stuhl, als ich sah, wie nah die Sonne über den Baumwipfeln stand. Wenn ich wieder zu meiner Gruppe wollte, musste ich jetzt los. Im Dunklen war es sowieso schon gefährlich; mit eventuell lauernden Banditen auf dem Weg umso mehr. Doch Rowan ließ mich nicht. Seine besorgte Stimme und das Angebot auf sein warmes Bett ließen mich weich werden und ich blieb bei ihm.“Nur für diese Nacht”, sagte ich mir.Aus der einen Nacht wurden mehrere Tage.Ich schlief in Rowans Bett, während er es sich im Stroh der Scheune bequem machte. Seine liebenswürdige Art verbot es ihm, sich zu mir ins Bett zu legen. Ich hatte noch nie einen Mann gesehen, der seine Triebe so sehr im Zaum hatte, dass er nie auch nur den Versuch wagte, mich zu besteigen. Er klagte nicht einmal darüber, dass ich ihm sein Bett genommen habe und er in einem Haufen Stroh schlafen musste.Ich genoss meine Tage bei ihm und ließ mich von ihm versorgen, wie eine Königin. Und er tat es gerne. In dieser Zeit entwickelte sich in mir eine tiefe Zuneigung zu Rowan. Ein Gefühl, dass ich lange nicht mehr so stark und auf diese Weise empfunden habe. Es fühlte sich an, als würde mein Körper von einer Glück spendenden Wärme durchflossen werden. Wenn ich ihm bei der Arbeit zusah, stellte ich mir vor, wie es wohl wäre, ein gemeinsames Leben mit ihm auf diesem Hof zu führen. Die Aussicht auf ein geregeltes Leben mit festem Wohnsitz und fürsorglichem Mann war verführerisch.Manchmal spürte ich Rowans Blick auf mir ruhen. Sobald ich ihn ansah, guckte er schnell weg und tat so, als wäre nichts gewesen. Wenn das geschah konnte ich mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen, denn seine Blicke verrieten, dass er genauso für mich empfand, wie ich für ihn.Doch da existierte noch ein anderes Gefühl. Ich wusste, dass ich meine Freunde hintergang. Ich musste mich bei ihnen melden. Und wenn es nur war, um lebewohl zu sagen. Ich beichtete Rowan, was mich bedrückte. Er schlug vor, mich in die Stadt zu fahren. Meine Vergangenheit als Straßenhändlerin war ihm herzlich egal, wofür ich umso heftigere Gefühle für ihn entwickelte.So zogen Rowan und ich am dritten Tage nach meiner Ankunft auf seinem Hof los, um meine Freunde zu suchen. Sein alter Ochse zog uns auf einer kleinen, rumpeligen Kutsche in Richtung Stadt. Auf dem Weg dorthin spitzte ich ängstlich die Ohren nach jedem Knacken im Unterholz. Die Banditen machten mir trotz Rowans Gesellschaft noch Angst. Ich war froh, dass sie sich nicht blicken ließen.An den Stadtmauern angekommen, durchsuchten wir praktisch jeden Quadratmeter. Keine Spur von meinen Freunden. Sie mussten mittlerweile weitergezogen sein. Wut kochte in mir hoch; wie konnten sie nur so eigensinnig handeln und nicht auf mich warten? Ich war schließlich diejenige, die uns alle zusammengebracht hatte.Im nächsten Moment bereute ich meine egoistischen Vorwürfe. War ich canlı bahis siteleri nicht diejenige gewesen, die sich drei Tage lang bei Rowan eingenistet hatte und es sich gutgehen ließ, während Fenchors Schicksal ungewiss war und Herfold und Diona auf unsere Rückkehr warteten? Was für ein dummes und eigennütziges Biest ich doch bin…Nachdenklich beobachtete Rowan mich im Kampf um eine Entscheidung, die es nun zu treffen galt. Ich konnte ihnen nicht hinterherreisen, da ich nicht wusste, wohin sie zogen. Wo sollte ich da anfangen? An die Stadtmenschen konnte ich mich nicht wenden. Sie würden mich im besten Fall nur aus der Stadt jagen.Rowan nahm mir die Entscheidung ab.“Wir fahren wieder nach Hause”, beschloss er.‘Nach Hause’, hallte es in meinem Kopf nach. Er sagte es so, als würde ich mit in dieses Zuhause gehören.Rowan machte noch einige Erledigungen auf dem Markt, dann fuhren wir wieder zurück. Den Rest des Tages lenkte ich mich ab, indem ich mich endlich an der Hausarbeit beteiligte. Ich schrubbte den Boden und fütterte die Tiere und half Rowan beim Eicheln sammeln.Die Sonne war schon kurz davor, hinter dem Horizont zu verschwinden, als ich etwas Feuerholz holte und ein kleines Feuer in der Küche entfachte, auf dem ich eine dicke Kartoffelsuppe zum Kochen brachte.Schon bald konnte ich Rowan zum Abendessen rufen. Dieser kam bald darauf und setzte sich brav und mit leerem Magen an den Küchentisch. Einen Teller voll dampfender Suppe in der Hand ging ich zu ihm und konnte es kaum abwarten, ihn kosten zu sehen. Ich will mich nicht selbst beweihräuchern, aber kochen ist definitiv eine meiner Stärken. Ich hoffte, die Suppe würde wenigstens ein kleines bisschen von dem wiedergutmachen, was Rowan in den letzten Tagen für mich getan hatte. Vorfreudig wollte ich die Suppe vor ihm abstellen, da schwappte ein ordentlicher Tropfen kochend heißer Suppe auf meinen Unterarm. Erschrocken zuckte ich zurück und der gesamte Teller viel mitten auf Rowans Schoß.“Oh, verdammt”, rief ich und guckte Rowan mit aufgerissenen Augen an.Entspannt und beschwichtigend grinste er mich an.“Na gut, dass ich noch meine dicke Arbeitshose trage”, lachte er.Es war tatsächlich eine glückliche Fügung, denn ohne die robuste Hose hätte die heiße Flüssigkeit ihm ernsthafte Schmerzen zufügen können.Entgeistert lief ich los um ein paar Tücher zu holen und die Suppe von Rowans Beinen zu wischen. Diese Situation war mir so unglaublich peinlich! Als ich zurückkam versuchte Rowan mir den Lappen aus der Hand zu nehmen, doch ich bestand darauf, die Suppe selbst von ihm abzuwischen.Ich ging in die Knie und tupfte auf Rowans Hose herum.“Es tut mir so Leid”, sagte ich, den Tränen nahe, während die Tücher sich an meiner leckeren Suppe labten.“Sowas passiert, mach dir keine Sorgen”, erwiderte Rowan sanft.Plötzlich wurde ich ganz nervös. Erst jetzt wurde mir bewusst, wie nahe wir uns waren. Eine prickelnde Spannung lag in der Luft und ließ meine Atmung stoßweise gehen.Sie erreichte ihren Höhepunkt, als ich Rowan schüchtern anblickte und dieser langsam seine Hand unter mein Kinn gleiten ließ. Dann griff er mit seinen Fingern mein Kinn und hob es langsam an. Zögerlich stand ich auf und folgte seinem Willen. Mein Mund kam den seinem gefährlich nahe und ehe ich mich versah, verschmolzen unsere Lippen miteinander. Endlich war die unsichtbare Mauer gebrochen, die uns davon abgehalten hat, übereinander herzufallen. Von unbändiger Lust erfüllt, setzte ich mich breitbeinig auf Rowans Schoß und gab mich seinen Küssen vollends hin. Sein stoppeliger Bart kitzelten meine Handflächen als ich seine Wangen streichelte. Unter mir konnte ich sein erhärtetes Glied spüren, dass mir fest auf die Oberschenkel drückte.“Lass mich endlich deine Schönheit sehen”, sprach er leise.Immer noch auf seinem Schoß sitzend band ich mein Hemd auf. Als ich an mir herunter blickte, stachen meine Brustwarzen rötlich durch den dünnen weißen Stoff.Das offene Hemd gleitete von meinen Schultern und gab Rowan den Blick auf meine Brüste frei. Mit seinen kräftigen Händen knetete er sie, umfuhr sie mit seinen Fingerspitzen, saugte an ihnen. Erregt warf ich meinen Kopf in den Nacken und genoss seine sanften Berührungen. Das immer noch knisternde Feuer wärmte mir gleichzeitig den Rücken. Das Licht des Feuers zeichnete schemenhafte Schatten unseres Liebesspiels an die Wand.Achtlos warfen wir unsere Kleidung auf den Fußboden. Nackt standen wir voreinander und betrachteten uns lüstern.“Lass es uns im Mondschein tun”, schlug ich in einem Anflug von Romantik vor.Ein leichtes, kaum merkliches Nicken zeigte, dass Rowan dem Vorschlag nicht abgeneigt war.Hand in Hand gingen wir in die lauwarme Nacht hinaus. Schnell hatten wir eine gemütliche Stelle gefunden.Im grünen Gras liegend, lagen wir uns in den Armen und küssten uns. Schüchtern ertastete meine Hand sein steifes Glied und befühlte es. Ich rieb es so, wie ich es von meinen früheren Liebhabern gelernt habe. Schon nach einigen Auf- und Abbewegungen spürte ich die ersten Tropfen Samenflüssigkeit die mir bedeuteten, dass ich es richtig tat.Rowans Hand fand indes meine weibliche Mitte und rieb vorsichtig an der empfindlichen Perle. Die Berührungen ließen leichte Zuckungen durch meinen Körper laufen. Feuchte Wärme breitete sich in meinem Schoß aus. Die Feuchtigkeit ließ Rowans Finger nur so über meine Klitoris rutschen und verteilte sich auf seiner ganzen Hand.“Du darfst nun in mich eindringen”, erlaubte ich ihm das, wonach er sich schon die ganze Zeit sehnen musste.Rowan ließ seinen starken Körper auf mich gleiten und stützte sich kräftig mit seinen Armen ab, um mir nicht weh zutun. Er legte eine Hand unter meinen Kopf, damit ich mich nicht stoßen konnte.Sein Penis glitt ohne Widerstand in meine Vagina. Um ihn tiefer in mich hineinzulassen schlang ich meine Beine um seinen Rücken und richtete ihm so mein Becken entgegen. Kräftige Stöße ließen sein Glied vollständig in mir verschwinden. Das weiche Gras bettete mich dabei fast so sanft wie ein Himmelbett, wie es die Wohlhabenden haben.Die Stille der Nacht wurde nur durch das Geräusch aufeinander klatschender Haut und von Stöhnen der Lust durchschnitten. Im Mondschein konnte ich Rowans Gesicht kaum erkennen. Ich schloss die Augen, um den Moment vollkommen auskosten zu können. Konzentriert nahm ich die Emotionen und Gefühle wahr, die Rowan meiner Seele und meinem Körper bescherten. In mich gekehrt fühlte ich etwas, was ich noch nie vorher gefühlt habe. Eine bisher ungekannte Energie kochte in mir hoch. Sie durchfuhr jeden Muskeln meines Körpers und schien von meiner Vagina auszugehen.Ich wollte dieses Gefühl weiter verstärken.“Härter”, stöhnte ich schon beinahe besinnungslos von der Macht des nahenden Orgasmus.Rowans Stöße wurden härter. Seine Muskeln spannten sich an, sein Atem wurde immer Flacher. Mit zuckendem Penis und heftigen Stößen ergoss er sich in mir. Damit überkam es auch mich. Völlig verkrampft griff ich seine Pobacken und drückte ihn tiefer in mich hinein. Jeder Millimeter seines Gliedes bescherte mir die Lust meines Lebens.Von den Nachbeben des Orgasmus zitternd und irgendwie geschwächt und ausgelaugt vom Glück, dass ich eben erfahren habe, kuschelte ich mich in seine kräftigen Armen. Meinen Kopf legte ich auf seine verschwitzte Brust, die sich schnell hob und senkte.Still lagen wir da, die uns ereilende innere Ruhe genießend.Mein Körper lechzte nach erholsamen Schlaf.Kurz bevor ich einschlief murmelte Rowan mir zu:”Bleib bitte bei mir, ja?”Ein glückseliges Lächeln stahl sich in meine Gesicht.“Solange du mich hier behalten willst, bleibe ich”, sagte ich.Dann schliefen wir ein.Die Kerze habe ich übrigens nicht gesehen. Und sie war auch völlig aus meinen Gedanken verschwunden. Bisher.

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